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Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 2020

Als weiterer Aufsatzband zur Oberpfälzer Geschichte sind nun die „Verhandlungen des Historischen Vereins“ – mittlerweile der 160. Band – erschienen.

Beiträge zur Oberpfälzer Klostergeschichte gibt es diesmal nicht, abgesehen von Rezensionen zu Janka, Wolfgang (Hg.): Regesten der Urkunden des Dominikanerinnenklosters Pettendorf (1262–1672) ..., Regensburg 2019, und zu Pfeffel, Wilhelm (Hg.): Das „Fontilegium sacrum“ des Prüfeninger Mönchs Melchior Weixer (1627) ..., St. Ottilien 2020.

Die Geschichte regulierter Lebensgemeinschaften in Regenburg ist mit einem Beitrag über einen Komtur der Johanniter-Kommende St. Leonhard berührt. Es handelt sich um Johannes Miritius (1534 – nach 1595). Er war gebürtiger Malteser, wurde aber Kaplan der deutschen Ordenszunge und erlangte auf unbekannten Wegen das Amt des Regensburger Oberen. Damit war er zugleich für die mit St. Leonhard vereinigte Kommende Altmühlmünster zuständig. Während er diese Einrichtung renovierte, führte Misswirtschaft in St. Leonhard zu Verpfändungen bis hin zur Kirche St. Leonhard, weshalb Miritius von der Ordensleitung abgesetzt wurde. Vorher, im Jahr 1590, hatte er in Ingolstadt ein kosmologisches Lehrbuch mit dem Titel „OPVSCVLVM GEOGRAPHICVM RARVM“ veröffentlicht, das rege rezipiert wurde.

Lit.: Freller, Thomas: Humanismus, Glaubensspaltung und Ordenspolitik. Die Karriere des Regensburger Johanniter-Komturs Johannes Miritus [sic!], in: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg 160 (2020) 153–165.

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