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Speinshart: ein neues Professbuch erscheint demnächst

Fünfzig Jahre ist es her, dass der renommierte Prämonstratenser-Historiker Norbert Backmund, Chorherr in Windberg, ein Speinsharter Profess-„Buch“ veröffentlichte, bei dem es sich eigentlich um einen Zeitschriftenbeitrag handelte. So nützlich seine Zusammenstellung für prosopographische Fragestellungen war – manches darin erscheint nach einem halben Jahrhundert überholt. Beispielsweise brandmarkte Backmund den Quellentypus der Totenrotel angesichts seiner Lob-Rhetorik als unsachlich, so als ob es sich dabei um misslungene biographische Sachtexte gehandelt hätte.

Dass es über die Leben und Lebensläufe der Speinsharter Prämonstratenser mehr und anderes mitzuteilen gibt, zeigt das demnächst erscheinende neue Professbuch des Klosters. Der Autor, P. Benedikt M. Röder, vollzieht darin einen ausgesprochenen „visual turn“: Die stichpunktartigen Biogramme der einstigen und derzeitigen Oberpfälzer Chorherren werden durch eine große Fülle von Bildquellen und Text-Repros ergänzt, sodass die Leserschaft des Buches den Originalquellen recht nahe kommt, ohne sich dafür eigens auf eine Archivreise begeben zu müssen. Die gut 440 Seiten gliedern sich gemäß den Einschnitten in der Klostergeschichte in die Konventualen von der Gründung bis zur ersten Säkularisation 1556, von der Restitution 1661 bis zur Säkularisation 1803 und von der erneuten Wiederbesiedlung im Jahr 1921 bis heute.

Das Buch wird am 7. Januar der Presse vorgestellt und danach zum Preis von 49,90 € erhältlich sein. Für die Speinshart-Forschung liegt damit ein neues unverzichtbares Standardwerk vor.

 

Lit.:

Backmund, Norbert: Ein Profeßbuch des Klosters Speinshart, in: Ostbairische Grenzmarken. Passauer Jahrbuch für Geschichte, Kunst und Volkskunde 17 (1975) 52–80.

Röder, Benedikt M.: Ein neues Professbuch des Klosters Speinshart. Die Prämonstratenser-Chorherren von der Gründung der Abtei 1145 bis zur Gegenwart, Speinshart 2025.

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